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Mit dem dritten Lauf zum Opel Rallye Cup war man bei Gerwald Grössing in Rohr am Gebirge zu Gast. Eine Rallye, die ihrem Ruf alle Ehre machte – keine Fehler verzeihend, materialmordend, hartherzig und mega-anstrengend.

 

Immerhin wurden knapp 30 Prozent des gesamten Starterfelds  von den Opel Rallye Cup Teams besetzt, die sich im Vorfeld schon mächtig auf den Schotter-Event freuten.

 

 

„Den Teams wurde an diesem Tag wirklich alles abverlangt. Erschwerend zu den sehr rauen Sonderprüfungen kamen noch die drückende Schwüle und Temperaturen über 30 Grad.“, so Opel Rallye Cup Mastermind Willi Stengg. Von den 12 Teams der zwei Opel Cups – 4 in der Adam R2 Wertung und 8 im Opel Corsa OPC Cup, sahen immerhin 9 das Ziel. Willi Stengg auf die Frage, warum man die wohl schwierigste Rallye der Saison mit ins Programm des Opel Rallye Cups genommen hat: „Wir wollten mit unseren Opel Adams und Corsas wieder beweisen, wie extrem robust und einsatzfähig diese Fahrzeuge sind.

 

Und das starke Ergebnis der ganzen Truppe belegt dies wieder eindeutig.“


9 von 30 Teams im Ziel der Schneebergland Rallye pilotierten ein Fahrzeug der Marke OPEL – 4 Adam R2 und 5 Corsa OPC – was gibt es Schöneres für die Marketing- und Motorsport-Abteilung im Hause Opel Austria?!

 

Viele der Teams sind nun zu wahren Schotterliebhabern mutiert, die sich schon auf das nächste Schotter Event freuen. Dazu haben sie im Rahmen des Opel Rallye Cups aber erst bei der Rallye Liezen Gelegenheit, die einen kleinen, aber feinen Schotter-Anteil integriert.


Michi Böhm und Jasmin Noll feiern einen ungefährdeten Sieg im Adam Cup, sowie einen 2. Platz in der 2WD-Wertung und einen Top-Ten Platz in der Gesamtwertung. Die Beiden sehen die Zukunft entsprechend rosig: „Im Cup haben wir nun wieder wertvolle Punkte gemacht und sind nun auf Platz 2 der Zwischenwertung. In der ÖM-2WD-Wertung sind wir nach wie vor im Bereich der möglichen Titelverteidigung. Spannend bleibt‘s auf jeden Fall und wir freuen uns schon auf Weiz – eine meiner Lieblingsrallyes!“

 

Das schnelle Duo streut auch dem Team von Stengg Motorsport Rosen: „Einfach herrlich, wie cool die Truppe von Willi Stengg immer geblieben ist. Egal wie staubig und dreckig wir aus den Prüfungen kamen - sie haben uns immer ein perfektes Auto hingestellt, wir mussten nur mehr schnell fahren – und das ist uns gelungen! Der Adam R2 hat echt brav durchgehalten, obwohl es auf den Prüfungen richtig hart zur Sache ging, teilweise sind wir nur mehr auf dem Unterbodenschutz herumgerutscht – so tief war die Strecke schon nach kurzer Zeit.“

 

Das Duo Luca Waldherr und Tobias Unterweger kann ebenfalls jubeln. Ihr Start hing am sprichwörtlichen seidenen Faden, denn die Sponsorgespräche fruchteten erst ganz kurz vor der Rallye.

 

„Mein ganzer Dank gilt meinen Sponsoren, meiner Familie und meinen Freunden – ohne die ginge gar nichts. Nun sind wir überglücklich mit unserem zweiten Platz im Cup und dem 4. Platz in der 2WD-Wertung.“

 

In der Cup-Zwischenwertung liegt Luca nun auf Platz drei, liefert sich aber einen packenden Kampf mit Michi Böhm mit nur einem Punkt Differenz. „Wir werden bei den ausstehenden Rallyes alles geben, denn es geht sehr, sehr eng zu im Cup. Alles ist da noch möglich – wir streben nach ganz oben!“, so ein motivierter Luca Waldherr.

 

Mit einem tollen 3. Platz in der Opel Adam R2 Cup-Wertung ist das steirische Duo Gernot Zeiringer  und Martin Pucher sehr glücklich und zufrieden.

 

„Ich bin einer der wenigen, der kein Miet-Rallye-Auto zur Verfügung hat, sondern mein eigenes. Somit kostet jedes vernichtete Teil bares Geld für mich. Unser Ziel war das Ziel und dass es jetzt der dritte Platz bei dieser harten Schneebergland Rallye geworden ist, freut mich ganz besonders für uns. Mein Co Martin Pucher hat, genauso wie mein Technik-Team, einen hervorragenden Job gemacht und das macht sich schlussendlich bezahlt. Wir schauen jetzt auf unsere Heimveranstaltung – der Rallye Weiz – die zu unseren Lieblingsrallyes zählt.“


Andi Kainer und Benedikt Hofmann vom Gady Opel Team kommen mit einem 4. Platz in der Cup-Wertung aus Niederösterreich zurück und Andi schüttelt enttäuscht den Kopf: „Wir haben wirklich alles gegeben, aber der raue Schotter hat uns abgeworfen. Wir sind echt froh, im Ziel zu sein, damit wir zumindest einige Punkte für die Jahreswertung mitnehmen konnten und damit die Zwischenführung behaupten. Ich gratuliere Michi und Jasmin zu ihrer Top-Performance und auch Luca und Tobias machten einen tollen Job. Die 2 Punkte aus der Powerstage trösten zumindest ein wenig und ich möchte meinem Team herzlich für den Einsatz danken. In Weiz wird alles wieder neu gemischt – da sind wir wieder ganz vorne dabei!“


Opel Corsa OPC Cup bleibt auch nach der Schneebergland Rallye völlig offen

 

Von 8 gestarteten Corsa OPC-Teams kamen immerhin 5 ins Ziel bei der Schneebergland Rallye und konnten wichtige Punkte sammeln.

 

Der Bayern-Express mit Alois Scheidhammer und August Regner kam, fuhr und siegte eindrucksvoll die Opel Corsa OPC Cup-Wertung. Sie machten alle ihre Versprechungen im Vorfeld wahr und boten Schotter-Action vom Feinsten für die Fans am Streckenrand. „Wir hatten als Ziel das Podium ins Auge gefasst. Dass wir jetzt von ganz oben lachen können, ist nicht zuletzt dem grenzenlosen Einsatz unseres einzigen Mechanikers zu verdanken. Der Siegi  ist nicht nur immer gut drauf, sondern nimmt uns wirklich jede Arbeit ab und stellt uns den Corsa immer tiptop bereit. Schade um den Ausfall von Chrissi Lieb, er war ein tapferer Gegner, der uns ein paarmal gezeigt hat, dass er sehr schnell fahren kann.

 

Bedanken möchten wir uns vor allem bei den Mitstreitern im Corsa Cup. Alle sind immer gut drauf und mega-freundlich zu uns. Schön, solche Motorsportfreunde zu haben!“

 

Mit ihrem allerersten Sieg im OPC-Cup und den Maximal-Punkten aus der Schneebergland Rallye klettern die beiden vor dem Lauf in Weiz gleich einmal auf Platz 2 der Zwischenwertung und halten damit die Spannung aufrecht.

 

Das führende Team in der Opel Corsa OPC Cup Wertung, Heimo Hinterhofer und Tamara Schweiger, freuen sich über einen 2. Platz beim Schotter-Event: „Es war unglaublich hart und wir haben sehr viel dazu gelernt. Unser Flüssigkeitsvorrat pro Prüfung waren 2 Liter – für jeden von uns! Und wir tranken alles bis zum nächsten Service auf…ich glaube, wir hatten mehr Verbrauch pro Kilometer, als unser braver Opel Corsa OPC. Es ist echt beeindruckend, was die Autos aushalten!“

 

Jetzt wird beim schnellen Corsa-Duo natürlich schon gerechnet, denn zwei Läufe stehen noch aus – Weiz und Liezen – und als führendes Team mit einem 14-Punkte Vorsprung lässt sich der Sommer-Urlaub gut planen.

 

„Tamara und ich werden relaxen und es uns richtig gut gehen lassen, dann kommen wir mit frischer Kraft nach Weiz und werden wieder alles geben.“, so ein glücklicher Heimo Hinterhofer.

 

Unser Damen-Duo Viktoria Hojas / Dani Reiterer war einfach unglaublich unterwegs. Ein sensationeller dritter Platz in der Opel Corsa OPC Wertung ist das bisher beste Ergebnis der beiden Rallye-Amazonen und wurde entsprechend gefeiert.

 

„Es war der pure Wahnsinn, was sich abgespielt hat, als wir im Ziel angekommen sind. Alle Freunde und das gesamte Team waren da und haben mit uns gefeiert. Leicht war es nicht, aber Seppi (so der Name des Corsas von Vicky und Dani) hat tapfer  durchgehalten!“, so eine dankbare und überglückliche Vicky Hojas beim Interview.

 

Sie meint weiter: „Wir wollten bei dieser Rallye nur ins Ziel kommen. Unsere Taktik war einfach drüber rollen und Material schonen. Die Sonderprüfungszeiten waren zweitrangig, wir haben nur geschaut, dass es Seppi so gut wie möglich geht und er wenig leiden muss. Ein Riesendank gilt meiner Co-Pilotin Dani Reiterer und dem Team rund um meinen Papa – sie haben einen Super-Job gemacht!“

 

Für den Cup bedeutet dieser Erfolg den 3. Zwischenrang und auch dieser Umstand lässt unser Damen Duo richtig breit grinsen.

 

„Schau‘ ma mal wie’s weitergeht, wir wollen jede Rallye beenden. Was am Ende dabei rauskommt, wird sich weisen.“, lacht eine zufriedene Vicky Hojas in die Kameras.

 

Als Thomas Mosburger, diesmal mit Co-Pilot Jürgen Klinger am heißen Sitz unterwegs, im Ziel von seinem tollen 4. Platz in der Cup-Wertung erfuhr, war er mehr als überrascht: „Nie und nimmer hätte ich mir diesen Erfolg ausgerechnet. Das wir keinerlei Erfahrung auf solch hartem Schotter haben, tat dem Spaß im Auto aber keinen Abbruch – wir sind gesund und munter und mit nahezu unbeschädigtem Auto im Ziel, das ist das Wichtigste!“

 

Der erfolgreiche Opel-Vertriebsmann ist naturgemäß auch stolz auf seine Marke: „Opel stellt hier ein ganzes Drittel der angekommenen Autos – das zeigt, wie robust und zuverlässig unsere Fahrzeuge sind. Alle 4 Adams und 5 von 8 Corsas im Ziel - das ist schon sehr beeindruckend!“


Martin Attwenger und Angelika Letz kamen als Schotter-Neulinge zur Schneebergland Rallye und resümieren nach der Zielankunft: „Wir haben das Rennen in der SP 4 verloren. Da sind wir 14 Minuten im tiefen Schotter festgesteckt und konnten uns gerade noch vor dem Ausschluss ins Ziel retten. Danach war die Luft draußen und wir wollten nur mehr durchkommen. Was uns auch gelang. Für den Cup konnten wir noch einen zusätzlichen Punkt in der Powerstage erreichen, bleiben aber auf Zwischenrang 5. Bei der Weiz-Rallye greifen wir voll an. Asphalt liegt uns sichtlich besser, als diese extrem harten Bedingungen hier im Schneebergland.“


Die Ausfälle bei der Schneeberg Rallye

 

Die betreffen unter anderem das Team Christoph Lieb / Cathi Schmid. Sie fielen auf Grund technischer Probleme wie Reifenschaden, Stoßdämpferbruch und Querlenker-Deformierung als führendes Opel Corsa Team aus, zeigten aber bis zum Ende, wie schnell sie fahren können.

 

 „Jetzt heißt es Kopf Hoch und nach vorne schauen…die Weiz Rallye kommt bereits in 4 Wochen auf uns zu – da geben wir wieder Vollgas!“, so ein kämpferischer Christoph Lieb.


Roland Stengg sah ebenfalls keine Zielflagge. Seinen Corsa stoppte ein Stein, der sich zwischen Unterfahrschutz und Benzintank so ungünstig verklemmte, dass er den Tank beschädigte und Roland durch den Benzinverlust einfach in der nächsten Sonderprüfung stehenblieb. Ein trauriges Ende einer bis dahin tadellosen Rallyeshow.

 

„Das tut echt weh, ist aber Teil meines geliebten Sports. Es tut mir vor allem für die Fans leid. Wie gerne hätte ich weiter gezeigt, was ich drauf habe. Aber in Weiz werden die Rollen neu verteilt und da sind wir wieder vorne mit dabei – versprochen!“

 

Frisch dabei im Corsa-Cup-Gewusel war Wolfram Doberer. Der Obersteirer wollte volle Kanne attackieren, musste aber bereits frühzeitig die Segel streichen. „Schade, aber that’s Race, wir kommen wieder – spätestens bei der Waldviertel-Rallye“, nahm es der Mariazeller Rallye-Pilot recht locker.


Der Punktestand nach der Schneebergland Rallye:


Opel Adam R2 Cup:                                  Copiloten:


1.)  Andi Kainer            62                        1.) Jasmin Noll                56     

2.)  Michi Böhm            56                         2.) Benedikt Hofmann       42

3.)  Luca Waldherr        55                         3.) Martin Pucher             40

4.)  Gernot Zeiringer     40                         4.) Tobias Unterweger      35

5.)  Gabor Nemet         15                         5.) Martin Rossgatterer     20

6.)  Kevin Raith            0                         6.) Anne Katharina Stein   20

7.) Istvan Szabo              15


Opel Corsa OPC Cup:                                         Copiloten:


1.)  Heimo Hinterhofer    66                                1.) Tamara Schweiger       66

2.)  Alois Scheidhammer  52                                2.) August Regner            52

3.)  Rene Rieder             33                                3.) Daniela Reiterer          33

4.)  Vicky Hojas              33                                4.) Angelika Letz              31

5.)  Martin Attwenger     31                                5.) Cathi Schmidt             27

6.)  Christoph Lieb        27                                6.) Jürgen Klinger            27

7.)  Thomas Mosburger  20                                7.) Anton Pichler              20

8.)  Roland Stengg         15                                8.) Bernd Leibetseder       13

9.)  Christoph Leitgeb       7                                9.) Roman Wieser            8

10.) Wolfram Doberer        0                              10.) Sabrina Hartenberger  7

                                                                          11.) Markus Zwettler                   0

                                                                          12.) Michael Köhlbach        0


Die Veranstaltungen zum Opel Rallye Cup 2016:


Lavanttal Rallye               08/09.                       April  Wolfsberg / Kärnten


Opel Wechselland Rallye   29/30.                       April  Pinggau, Friedberg / Steiermark


Schneebergland Rallye     25. Juni                     Rohr im Gebirge / Niederösterreich


Rallye Weiz                         22/23. Juli                   Weiz / Steiermark

Rallye Liezen                       24/25. September        Liezen / Steiermark